23.04.2009: Europäischer Shopping-Center-Gipfel in Barcelona
Chancen in der Krise für Städte und Entwickler:
Otto fordert Konzentration auf Innenstadt-Center
Mit der Forderung, gerade in der Finanzkrise hochwertige und gut integrierte Einkaufscenter in den Innenstädten zu entwickeln, hat sich ECE-Chef Alexander Otto heute auf der Konferenz des International Council of Shopping Centers (ICSC) in Barcelona an seine Branchenkollegen gewandt.
Center fördern Renaissance der Innenstädte
„Jetzt hat die Centerbranche die Chance, zusammen mit den Städten eine win-win-Situation zu erreichen“, so Otto. „Integrierte Einkaufszentren in innerstädtischen Top-Lagen können die derzeitige Renaissance der Innenstädte unterstützen und selbst davon profitieren. Auf diese Weise können wir als Centerentwickler und
-betreiber unserer Verantwortung sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber unseren Stakeholdern gerecht werden. Mehr noch: Nur in einem erfolgreichen städtischen Umfeld können auch die Einkaufszentren langfristig erfolgreich sein.“
Deutschland als positives Beispiel
Die Finanzkrise habe insbesondere die ungezügelte Expansion von Shopping-Centern auf der Grünen Wiese zunächst gestoppt. Dies gebe der Industrie nun die Zeit, nachhaltige Centerkonzepte für innerstädtische Toplagen zu entwickeln, die auch für die Städte selbst den größtmöglichen Nutzen brächten. Europaweit seien viele spekulative Bauprojekte in den Städten kollabiert. „Aufgrund fallender Grundstückspreise werden attraktive innerstädtische Grundstücke in vielen Ländern jetzt wieder für moderne Einzelhandelsentwicklungen verfügbar“, so Otto. Mit Blick auf viele mittel- und osteuropäische Märkte hob er Deutschland als Beispiel hervor, wo viele derartige Entwicklungen bereits gelungen seien.