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Das Leben gehört ins Zentrum

Was unter der Initiative „Rettet unsere Läden“ startete wird nun mit noch mehr Händlern unter dem Motto „Das Leben gehört ins Zentrum“ fortgeführt.  Gemeinsam mit namhaften Unternehmen aus der Handelsbranche unterstützt die ECE die Initiative „Das Leben gehört ins Zentrum“, um die Überbrückungshilflosigkeit zu beenden. Ziel ist es, auf die drohenden Auswirkungen eines andauernden Lockdowns auf den Einzelhandel und die Innenstädte aufmerksam zu machen und für eine sinnvolle und verantwortungsvolle Strategie zur zeitnahen Wiedereröffnung des Handels zu werben.

Die Initiative


Die Situation im Einzelhandel ist prekär

Die coronabedingten Lockdowns haben gravierende Auswirkungen auf den Einzelhandel und gefährden viele Geschäfte zunehmend in ihrer Existenz. Denn die anhaltenden Umsatzausfälle führen zu einem massiven Verlust von Liquidität. Viele Händler können einen immer weiter andauernden Lockdown daher nicht mehr lange durchhalten. Sie sind am absoluten Limit und nicht in der Lage, weitere Wochen mit geschlossenen Türen zu überstehen. Es drohen somit zahlreiche Insolvenzen, das Verschwinden kleiner Geschäfte ebenso wie großer Handelsunternehmen und damit der Verlust zigtausender Arbeitsplätze im Einzelhandel.

Gemeinsam für die Zukunft des Handels

Die Coronakrise hat uns alle schwer getroffen. Ob Künstler, Gastronom oder Handelskette. Die Regierung stellt zwar Überbrückungshilfen zur Verfügung, aber keine Perspektiven und Konzepte, die eine Lockerung der Beschränkungen möglich machen. Was bedeutet das für unsere Innenstädte? Nichts Gutes. Jetzt ist entschlossenes und kluges Handeln gefragt, für eine zeitnahe Wiedereröffnung, effektive Hilfen und eine dauerhafte Förderung der Innenstädte. Zur Initiative >

 

Sinnvolle Öffnungsstrategie statt Endlos-Lockdown

Mit dem Inzidenzwert von 35 hat die Bundesregierung zwar einen Wert zur Öffnung vorgelegt. Allerdings sollte der Inzidenzwert, wie auch vom Ethikrat empfohlen, mit Fortschreiten des Impfprogramms nicht alleine entscheidend sein. Wichtige weitere Faktoren wie die rückläufigen Hospitalisierungszahlen sind ebenfalls zu berücksichtigen. Nur so können zigtausende von Jobs gerettet und weitere Insolvenzen vermieden werden. 

Hygiene- und Präventionskonzepte haben sich bewährt

Wir haben im Handel bereits im vergangenen Jahr ein umfassendes Konzept in Centern und Geschäften umgesetzt, das alle erforderlichen AHA-Regeln zum Schutz vor einer Infektion umfasst, und sind überzeugt, die Sicherheit mit umfangreichen und erprobten Hygiene- und Präventionskonzepten auch bei einer höheren Inzidenz gewährleisten zu können. Nach allem, was bekannt ist, spielt der Handel mit seinen umfangreichen und vielfach erprobten Präventionsmaßnahmen keine Rolle als Infektionstreiber. Zudem könnten weitere Maßnahmen ergriffen werden z.B. regelmäßige Tests aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel und eine verbindliche FFP2-Maskenpflicht. Die Supermärkte und Drogeriemärkte beweisen jeden Tag, dass so eine effektive Prävention und ein sicheres Einkaufen möglich ist.  


Fakten zur prekären Lage und den Folgen von Click & Meet

Die Corona-Pandemie hat alarmierende Auswirkungen auf den Handel – wie auch die Ergebnisse der Umfragen unter einem repräsentativen Teilnehmerfeld unserer Mieter bestätigen. Auch durch Click & Meet hat sich die Situation nicht entspannt – im Gegenteil. Zudem warten zahlreiche Händler nach wie vor auf Fördermittel.

 

Click & Meet ist für viele teilnehmende Händler ein Verlustgeschäft

  • 74% der teilnehmenden Händler bieten Click & Meet an.
  • 17% der Händler verzichten auf die Nutzung, da sie sich nicht lohnt.
  • Fast drei Viertel (68%) der Händler verlieren mit Click & Meet jeden Tag Geld.
  • Von den Erträgen kann ein Viertel (27%) lediglich die Betriebskosten decken.
  • Schwarze Zahlen schreiben nur 5% der teilnehmenden Händler.
  • 63% der Händler machen weniger als 60% des Normalumsatzes

 

Es drohen zahlreiche Insolvenzen und Geschäftsaufgaben – und damit ein massives Ladensterben und eine Verödung der Innenstädte

  • Drei Viertel aller Händler beschäftigen sich mit der Schließung von Geschäften.
  • Im Schnitt über alle Händler hinweg – egal ob groß oder klein – ist geplant 14 Geschäfte zu schließen.
  • Allein bei den 107 an der Umfrage teilnehmenden Händlern stehen somit mehr als 1.100 Geschäfte zur Disposition.

 

Es droht ein riesiger Verlust von Arbeitsplätzen im Einzelhandel

  • Zwei Drittel aller Händler planen den Abbau von bis zu 1.000 Mitarbeitern.
  • Im Schnitt plant jeder Händler – egal ob groß oder klein – 125 Mitarbeiter zu entlassen.
  • Allein bei den 107 an der Umfrage teilnehmenden Händlern sind dies mehr als 8.600 Entlassungen.

Ursache: Die Händler schreiben tiefrote Zahlen und erleiden einen massiven Liquiditätsverlust

  • Bei fast der Hälfte der Händler liegen die Verluste über der EU-Förderhöchstgrenze von 12 Mio. Euro.
  • 16% der Händler beklagen einen Verlust von über 50 Mio. Euro.

 

Und: Die in Aussicht gestellten Fördermittel kommen nicht an, sie kommen zu langsam und sind zu knapp bemessen:

  • Mehr als drei Viertel (80%) der Händler haben bislang keinen einzigen Euro Fördergeld erhalten.
  • Nur 5,6% der Händler haben Fördermittel in der beantragten Höhe erhalten.
  • Für rund 83% der Händler sind die erwarteten bzw. erhaltenden Fördermittel nicht auskömmlich.
  • Rund 64% der Händler sind aufgrund der Kriterien nicht antragsberechtigt.

 

Wer hat an der Umfrage teilgenommen? 

  • insgesamt 107 teilnehmende Händler (oben jeweils: „Händler“)
  • repräsentatives Teilnehmerfeld aus allen Branchen mit hoher Relevanz für den Einzelhandel:
  • über drei Viertel der teilnehmenden Händler machen mehr als 5 Mio. Euro Einzelhandelsumsatz
  • 54% der teilnehmenden Händler beschäftigen mehr als 250 Mitarbeiter, 26% sogar mehr als 1.000
  • Umfragezeitraum: 12.-15.03.2021

Corona: Zertifiziertes Sicherheits- und Hygienekonzept in den Centern

Die Gesundheit und der präventive Schutz unserer Besucher, Mieter und Center-Mitarbeiter hat für uns in der aktuellen Situation oberste Priorität. Daher hat die ECE in ihren Centern ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept umgesetzt – von einem unabhängigen Institut geprüft und zertifiziert.

Als die Geschäfte nach dem ersten Lockdown wieder öffnen durften, haben wir trotz der oftmals extrem knappen Vorbereitungszeit dafür gesorgt, dass der Betrieb in den Centern gut vorbereitet und unter Einhaltung aller Auflagen pünktlich wieder hochgefahren werden konnte. Um das Risiko einer Infektionsübertragung in unseren Centern so gering wie möglich zu halten, setzen unsere Center-Teams gemeinsam mit unseren Mietern vor Ort umfassende Maßnahmen um, die den Besuchern unserer Center Sicherheit geben. 

Erarbeitet wurde ein umfassendes Hygiene- und Präventionskonzept vom Center-Management-Team der ECE. Das modulare Konzept wurde als Standard für die Center der ECE entwickelt und von Experten des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie um Dr. Brill und Dr. Steinmann – als Gesamtkonzept und in der Praxis am Beispiel der Europa Passage Hamburg als Pilotcenter – überprüft, verfeinert, als wirksam bewertet und zertifiziert.


BESTANDTEILE DES MODULAREN HYGIENE- UND PRÄVENTIONSKONZEPTES

  • Abstandseinhaltungsmaßnahmen (Bodenmarkierungen, Einbahnstraßensystem u. ä.)
  • Warteschlangenkonzept
  • Barrieremaßnahmen (Spuckschutz o. ä.)
  • Erhöhung der Sicherheitskräfte zur Überprüfung der Einhaltung der Maßnahmen
  • Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
  • Personenhöchstgrenzen mit Konzept zur Zutrittsbeschränkung
  • Informationskonzept für Kunden, Mieter und Behörden
  • Digitales Checklistenmanagement zur Maßnahmenumsetzung
  • Arbeitssicherheitskonzept inklusive Notfallmaßnahmen im Infektionsfall
  • Schichtbetrieb für Mitarbeiter zur Minimierung von Kontaktkreisen
  • Einarbeitungs- und Schulungskonzept für Mitarbeiter
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Dezentrale Erstellung von centerindividuellen Hygiene- und Präventionskonzepten auf Basis des Maßnahmenbaukastens zur Wahrung der jeweils regional / lokal geltenden Regularien und zur Berücksichtigung der Gebäudespezifika