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Für bessere Luft im urbanen Raum

NACHHALTIGE FASSADE FÜR BESSERE LUFT

Die Luft in deutschen Städten ist oftmals schlechter, als es die Grenzwerte der EU erlauben. Feinstaub und Stickoxide beeinträchtigen die Qualität der Luft und ihre Vermeidung ist ein wirksamer Hebel beim Klimaschutz. Die Feinstaubbelastung hat große Auswirkungen auf die Entstehung von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie die allgemeine Sterblichkeit der Bevölkerung. Wir sind Marktführer für maßgeschneiderte Immobilien-Konzepte und Pionier bei nachhaltigen Lösungen im Development-Bereich. Daher erproben wir an unserem ECE-Campus in Poppenbüttel die weltweit erste Stickoxid-bindende Textilfassade an einem Bürohaus. Solche Textilfassaden können auch nachträglich an Gebäuden aller Nutzungsarten einfach installiert und getauscht werden. Dadurch können Bauten nachträglich an die Veränderungen des Klimas angepasst werden.

AUCH CO2-EMISSIONEN WERDEN REDUZIERT

Die Fassade bindet nicht nur Stickoxid, sondern trägt auch zur Verringerung der CO2-Emissionen bei: Studien haben nachgewiesen, dass die neuartige Gebäudehülle bis zu 78 Prozent der solaren Kühllasten von Gebäuden im Sommer reduzieren kann. Wie das erreicht wird? Der erste Kontakt mit energieintensiver Solarstrahlung findet im Außenraum des Gebäudes statt und nicht wie bei konventionellen Bauten an der eigentlichen Gebäudewand. Zudem entsteht zwischen dem Textil und der Gebäudehülle ein passiver Kühleffekt über einen natürlichen Wärmeabtrag mittels Konvektion statt.

SPEKTAKULÄRES LIVE-MONITORING DER LUFTQUALITÄT

Ein aufwendiges Messverfahren mit digitaler Messtechnik an der Fassade ermöglicht ein Live-Monitoring, für das 24.000 Euro investiert wurden. Die Untersuchungsergebnisse sollen Aufschluss geben, welchen Beitrag die Fassade zur Steigerung der Luftqualität leistet. Gemessen werden die Auswirkungen auf den urbanen Raum und die auf den Innenraum des Gebäudes.

 

 

Andreas Mattner, VORSITZENDER DES ECE-NACHHALTIGKEITSBEIRATS

„Nachhaltiges Handeln ist ein zentrales Unternehmensziel der ECE. Dazu zählt auch, offen für neue Technologien zu sein. Daher freuen wir uns, die erste Stickoxid-bindende Textilfassade Deutschlands an unserem Unternehmenscampus zu testen und mit dem Pilotprojekt neue Erkenntnisse für andere Standorte zu liefern. Das wäre ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, der vor der eigenen Haustür beginnt.“

Jan Serode, RWTH AACHEN

„Wir haben die luftreinigende Textilfassade gezielt für den Umwelt- und Gesundheitsschutz entwickelt. Gleichzeitig verbinden wir in der Fassade Energieeffizienz mit einem innovativen Design. Ferner haben wir uns dazu entschieden, dass wir an der Fassade auch eine Probe des Regenwassers nehmen werden, um somit die Umweltverträglichkeit zu testen und wissenschaftlich nachzuweisen.“